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+++ VC Kanti wünscht allen eine schöne Sommerzeit +++
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03. Dez. 11 - VC Kanti hat die Nerven behalten

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VC Kanti - Sm'Aesch Pfeffingen 3:0 (25:11/25:23/26:24) - Im Schlüsselspiel um den fünften Finalrundenplatz haben die Schaffhauserinnen den Rivalen Aesch-Pfeffingen mit 3:0 besiegt. Sie wurden in den Sätzen 2 und 3 für ihr grosses Engagement belohnt.

VC Kanti hat die Nerven behalten

VC Kanti - Sm'Aesch Pfeffingen 3:0 (25:11/25:23/26:24)

Bei einer erneuten Niederlage gegen Aesch hätten sich die Verantwortlichen beim VC Kanti wohl frühzeitig damit anfreunden müssen, die unattraktive Abstiegsrunde zu planen. Vor dem Spiel hat das aber Kantipräsident Heinz Looser nicht als Schreckensszenario dargestellt – «wir wollen unseren Weg auch weitergehen, wenn wir Sechster werden sollten» –, und kurz vor dem Spiel war Looser bei einer kurzen Stippvisite in der benachbarten JAM-Sports-Bar – bei laufendem Champions-League-Match Barcelona – Kadetten – äusserst ruhig und siegesgewiss. Das Vertrauen ins Team von Trainerin Carole Crittin zahlte sich aus, es startete mit 25:11 sensationell ins so wichtige Spiel und zeigte den Baselbieterinnen gleich, dass es gewillt war, die Scharte des 2:3 in Aesch auszuwetzen.

Aus dem starken, wiederum von der jungen Zuspielerin Zora Widmer geführten Kollektiv ragte im Startsatz die noch nicht 17-jährige Elena Steinemann heraus. Sie servierte nicht nur stark und buchte so einige direkte Punkte, die in den letzten zwei Matches wegen einer Verletzung pausierende Aussenangreiferin griff auch variabel und fehlerfrei an. Sieben Punkte steuerte sie im ersten Durchgang bei, genauso wichtig waren die Beiträge der zum Schluss im Skoring (mit je 13 Punkten) gleichauf liegenden Rebeca Serrano (3) und Grit Lehmann (4), die wieder auf ihre angestammte Diagonalsposition zurückwechselte. In 18 Minuten fegte der VC Kanti das Team von Jana Surikova beinahe vom Platz. Nach einer Kreuzbandverletzung fehlte ihr indessen die Stammspielerin Joana Winter (18) merklich. Dass es in diesem Stil nicht weitergehen würde, war anzunehmen. Und wirklich, in den Sätzen 2 und 3 entwickelte sich ein ausgeglichen-spannendes Spiel, in dem sich die Kantispielerinnen jeweils in den Schlussphasen durch starke Nerven auszeichneten. Im zweiten Satz gelang der starken Mittelblockerin Ellen Orchard beim Stand von 22:22 mit einem Einerblock gegen Laura Tschopp ein toller Big Point. Ein Ball ins Netz der sonst besten Aescherin Martina Frankova (die Tschechin totalisierte 13 Punkte) und eine risikoreiche, aber gewinnbringende Finte von Rebeca Serrano von hinter der 3-m-Linie brachten das 25:23. Der dritte Satz verlief noch dramatischer. Trainerin Crittin musste alle taktischen Register ziehen, um ihn ins Trockene zu bringen. Zuerst gab sie Elena Steinemann vom 19:16 bis zum 22:21, als sie auf den hinteren Positionen war, mit der Einwechslung von Simona Belotti eine Verschnaufpause. Bei 23:22 machte sie einen Doppelwechsel – Osborne für Widmer und Shouk für Lehmann –, dank dem Kanti nicht in die ungünstige Situation mit der Zuspielerin am Netz kam. Die Rechnung ging auf, nach dem Rückwechsel bei 24:23 liessen Grit Lehmann mit einem Angriffspunkt sowie Ellen Orchard mit einem erneuten Big Point am Block zum 26:24 das Kantiteam in einen Jubelsturm ausbrechen. Carole Crittin strahlte übers ganze Gesicht – ihre Taktik war aufgegangen: «Es war aber mein sechster Wechsel im dritten Satz, nachher hätte ich nichts mehr machen können …» Das Vabanquespiel der Unterwalliserin ging auf. Kanti reist morgen beruhigt auf die Azoreninsel Pico und empfängt am Sonntag Neuenburg zum nächsten Schlüsselspiel.

SN (hcs.)

smaesch 12_11

Foto: W. Schläpfer

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