08. Dez. 11 - Kanti aus Challenge Cup ausgeschieden
Ribeirence Pico Azores - VC Kanti 3:1 (25:23/20:25/25:12/25:22) - Goldenset 17:15 - Ribeirense Pico Azores erzwang im Rückspiel des CEV Challenge Cup mit einem 3:1 den Golden Set, in dem der VC Kanti bis 15:15 dranblieb, dann aber noch 15:17 verlor.
Challenge Cup - Ribeirence Pico Azores - VC Kanti
3:1 (25:23/20:25/25:12/25:22) - Goldenset 17:15
Kanti ausgeschieden
Nach dem Verlust des Golden Set in Pico ist die Europacupsaison für den VC Kanti Schaffhausen nach zwei Runden vorbei. Die Spiele gegen Brünn in den Achtelfinals, die Mitte Januar nächsten Jahres stattfinden, bestreitet nun das Team von der Azoreninsel. Die Schaffhauserinnen müssen und können sich auf das Erreichen des fünften Ranges in der Nationalliga-A-Vorrunde konzentrieren. Sportlich gesehen, ist das knappe Ausscheiden bedauerlich, aus finanzieller Sicht kommen nun auf den Club im Bereich Europacup keine weitere Belastungen mehr dazu.
Weiterkommen lag in Reichweite
Bis zum Stand von 15:15 im Golden Set lag auch für den VC Kanti das Weiterkommen in unmittelbarer Reichweite. Nach dem druckvolleren Start, Service und Angriff (5:3), lagen die Schaffhauserinnen bis zum 11:10 in Führung, erst dann ging Pico dank den Punkten durch Juliana Fernandes in Führung, gegen die die Munotstädterinnen bis zum dritten Matchball dagegenhalten konnten. Die letzten beiden Punkte gegen Kanti gelangen ausgerechnet Miyuki Kuroiwa, die bis Ende der Saison 2009/2010 in Schaffhausen gespielt hatte.
In den insgesamt fünf gestern gespielten Sätzen gelang Ribeirense Pico die bessere Service- und Angriffsleistung, während der VC Kanti in der Abnahme zu viele Schwächen zeigte und im Angriff nicht effizient genug agierte. So stand Libero Sandra Rojas Bacchi oft unter Druck und konnte für einmal nicht die gute Leistung wie bisher in dieser Saison zeigen. Der Angriff lief weniger über die Mitte, auch misslangen Aussenangreiferin Rebeca Serrano neben guter Abnahme einige Smashes.
«Pico hat sicher besser gespielt und besser serviert als in Schaffhausen», bilanzierte Kanti-Trainerin Carole Crittin nach der Partie. «Zu Beginn spielten wir nicht gut über die Mitte, die vermehrten Angriffe über aussen blieben oft im Block hängen.» Natürlich sei das Ausscheiden jetzt eine grosse Enttäuschung: «Die Teilnahme an drei Runden im Europacup war eines unserer Ziele, dies haben wir nicht geschafft. Die Reisen und Spiele im Europacup sind immer ein gutes Erlebnis und eine gute Erfahrung, auch für die Teambildung», bedauerte die Trainerin das Aus im Europacup.
Im ersten Satz war Kanti stärker gestartet (4:1) und zog später dank Serrano Service’s auf 15:9 davon. Dann kam Ribeirense zurück und erkämpfte sich mit den Angriffen von Fernandes den Satzgewinn (25:22). Die Schaffhauserinnen verteidigten im zweiten Satz gut und profitierten zuletzt auch von Fehlern von Pico (25:20). Nach dem Satzausgleich erhöhten die Gastgeberinnen aber den (Service-)Druck (10:2). Danach war in diesem Spielabschnitt die Luft draussen (25:12). Aber Kanti verstand es zu reagieren und begann den vierten Satz mit Druck in Service und Angriff (10:4). Danach sollte sich das Spiel wieder erneut zugunsten der Portugiesinnen wenden. Unter dem Erfolgsdruck wechselte Trainerin Crittin Aïda Shouk (15:17) für Juniorin Zora Widmer auf die Passposition. Mit Shouk war Kanti auch in das Tiebreak gegangen.
Nach der langen Rückreise von Pico nach Zürich, die ab heute Nachmittag aus drei Teiletappen inklusive einer Übernachtung in Lissabon bestehen wird, trifft der VC Kanti am Sonntag (13.30 Uhr, Schweizersbild) in der NLA auf Neuenburg UC.
Weiterkommen lag in Reichweite
Bis zum Stand von 15:15 im Golden Set lag auch für den VC Kanti das Weiterkommen in unmittelbarer Reichweite. Nach dem druckvolleren Start, Service und Angriff (5:3), lagen die Schaffhauserinnen bis zum 11:10 in Führung, erst dann ging Pico dank den Punkten durch Juliana Fernandes in Führung, gegen die die Munotstädterinnen bis zum dritten Matchball dagegenhalten konnten. Die letzten beiden Punkte gegen Kanti gelangen ausgerechnet Miyuki Kuroiwa, die bis Ende der Saison 2009/2010 in Schaffhausen gespielt hatte.
In den insgesamt fünf gestern gespielten Sätzen gelang Ribeirense Pico die bessere Service- und Angriffsleistung, während der VC Kanti in der Abnahme zu viele Schwächen zeigte und im Angriff nicht effizient genug agierte. So stand Libero Sandra Rojas Bacchi oft unter Druck und konnte für einmal nicht die gute Leistung wie bisher in dieser Saison zeigen. Der Angriff lief weniger über die Mitte, auch misslangen Aussenangreiferin Rebeca Serrano neben guter Abnahme einige Smashes.
«Pico hat sicher besser gespielt und besser serviert als in Schaffhausen», bilanzierte Kanti-Trainerin Carole Crittin nach der Partie. «Zu Beginn spielten wir nicht gut über die Mitte, die vermehrten Angriffe über aussen blieben oft im Block hängen.» Natürlich sei das Ausscheiden jetzt eine grosse Enttäuschung: «Die Teilnahme an drei Runden im Europacup war eines unserer Ziele, dies haben wir nicht geschafft. Die Reisen und Spiele im Europacup sind immer ein gutes Erlebnis und eine gute Erfahrung, auch für die Teambildung», bedauerte die Trainerin das Aus im Europacup.
Im ersten Satz war Kanti stärker gestartet (4:1) und zog später dank Serrano Service’s auf 15:9 davon. Dann kam Ribeirense zurück und erkämpfte sich mit den Angriffen von Fernandes den Satzgewinn (25:22). Die Schaffhauserinnen verteidigten im zweiten Satz gut und profitierten zuletzt auch von Fehlern von Pico (25:20). Nach dem Satzausgleich erhöhten die Gastgeberinnen aber den (Service-)Druck (10:2). Danach war in diesem Spielabschnitt die Luft draussen (25:12). Aber Kanti verstand es zu reagieren und begann den vierten Satz mit Druck in Service und Angriff (10:4). Danach sollte sich das Spiel wieder erneut zugunsten der Portugiesinnen wenden. Unter dem Erfolgsdruck wechselte Trainerin Crittin Aïda Shouk (15:17) für Juniorin Zora Widmer auf die Passposition. Mit Shouk war Kanti auch in das Tiebreak gegangen.
Nach der langen Rückreise von Pico nach Zürich, die ab heute Nachmittag aus drei Teiletappen inklusive einer Übernachtung in Lissabon bestehen wird, trifft der VC Kanti am Sonntag (13.30 Uhr, Schweizersbild) in der NLA auf Neuenburg UC.
SN Reinhard Standke, Madalena do Pico
CEV-Challenge Cup, 2. Runde: Ribeirense Pico Azores - VC Kanti 3:1 (25:23, 20:25, 25:12, 25:22). - Golden Set 17:15 , Hinspiel 0:3; Gesamtstand 2:1. - Madalena, Sekundarschule. - 100 Zuschauer. - SR: Boris (It)/Rodriguez (Sp, Tenerifa). - Spieldauer: 31, 27, 23, 29, 19 = 129 Minuten. - Ribeirense Pico: Rodriguez, Kuroiwa, Fernandes, Gomes, Oliveira, Santos, Machado, Libero Tavares; eingewechselt: Belloto, Avila. - VC Kanti: Widmer, Lehmann, Steinemann, Serrano, Orchard, Libero Rojas Bacci; eingewechselt: Shouk (ab 17:15 im vierten Satz), Belotti, Goulet, Osborne. - Kanti Schaffhausen damit ausgeschieden.
Reisebericht
Zuerst muss das Kanti-Team jedoch die lange Reise nach Pico verkraften. Nach dem späten Flug nach Lissabon am Dienstagabend ging es gestern am frühen Morgen weiter in Richtung Azoren. Allerdings kam der für 6.30 Uhr bestellte Bus für den Transfer zum Flughafen nicht, daher musste man kurzfristig auf Minibus und Taxi ausweichen. Den Flug auf die westlich von Pico liegende Insel Faial erreichten die Munotstädterinnen dennoch. Vom Hafen Horta ging es schliesslich mit dem Fährschiff «Cruzeiro do Canal» in rund 30 Minuten durch teilweise raue See nach Madalena, womit fast mitten im Atlantischen Ozean nach insgesamt 22 Stunden der Austragungsort der Partie von heute Abend erreicht wurde.
Dort herrschten am Nachmittag bei zeitweiligem Sonnenschein angenehme Temperaturen um die 18 Grad. Dann war auch kurzzeitig die Spitze des 2351 m hohen Vulkankegels Ponta do Pico sichtbar, die oft von Nebel und Wolken eingehüllt ist.
Verspätete Rückkehr wegen Streik
Nicht mitgereist sind aus Kostengründen Assistenztrainer Nicki Neubauer und Scout Matthias Lerch. Denn aufgrund eines am Freitag beginnenden Streiks der TAP-Piloten musste die Rückreise umgebucht werden. Die Schaffhauserinnen müssen auf dem Heimweg eine weitere Übernachtung in Lissabon einschalten und kehren vor dem NLA-Spiel gegen Neuenburg UC (verbleibt am Sonntag um 13.30 Uhr) statt wie ursprünglich geplant am Freitagabend erst am Samstagnachmittag zurück. Dafür sind auf der zu Portugal gehörenden Insel wie beim Sieg gegen Aesch alle elf Spielerinnen dabei, während im Hinspiel gegen Ribeirense Pico Jiliane Goulet und Elena Steinemann nach Verletzungen noch geschont worden waren. Somit stehen Kanti-Trainerin Carole Crittin mehrere taktische Varianten zur Verfügung, die die Gegnerinnen, bei denen die Ex-Kanti-Spielerin Miyuki Kuoriwa erneut im Aufgebot steht, noch nicht kennen. Dennoch muss der VC Kanti gemäss Trainerin Critin aufpassen. «Ribeirense beging im Hinspiel viele Fehler in der Abnahme», erklärte sie. «Nimmt Pico besser ab, wird auch das Spiel über die beiden guten Mittelblockerinnen gefährlicher werden. Wir müssen wieder mit gutem Service Druck machen, ich will nicht über den Golden Set gehen.» Dieser würde im Falle einer Kanti-Niederlage ausgetragen. Ohne Nicki Neubauer und Matthias Lerch stehen Carole Crittin während des Spiels natürlich weniger Informationen zur Verfügung. «Während Matthias die Qualität des Kanti-Spiels und die Abnahme des Gegners beobachtet, verfolgt Nicki die Angriffsrichtungen des Gegners.» Das Fehlen dieser Informationen sei aber kein Handicap, meinte Crittin vor dem Training am späten Dienstagabend im Schulzentrum von Madalena.
SN Reinhard Standke, Madalena (Pico)
