08. Jan. 12 - Cup aus gegen Volero
VC Kanti - Volero Zürich 1:3 (14:25/12:25/25:22/14:25) - Gegen den Titelverteidiger Volero Zürich unterlag der VC Kanti im schwierigsten Spiel des Cup-Viertelfinals deutlich mit 1:3 ...
Swiss Volley Cup 1/4 Finale
VC Kanti - Volero Zürich 1:3 (14:25/12:25/25:22/14:25)
Wie in den beiden vorherigen Spielen in dieser Saison musste der VC Kanti auch in der dritten Begegnung gegen Volero Zürich eine Stammspielerin ersetzen. Fiel im Oktober Aïda Shouk aus, musste Ende November Elena Steinemann kurzfristig ersetzt werden. Gestern Abend verspürte die erfahrene Mittelblockerin Ellen Orchard vor dem Spiel ein Zerren in der Wade und wurde durch Nicholas Osborne ersetzt. Ob Orchard möglicherweise einen Muskelriss erlitt, sollen heute die weiteren Untersuchungen ergeben.
Sicher ging das Kanti-Team so nicht in Bestbesetzung auf das Feld und geriet mit 1:8 gleich gehörig in Rückstand. «Unsere Annahme war zu schlecht», erklärte Kanti-Trainerin Carole Crittin in der Analyse der 90 Minuten. Die Zürcherinnen überraschten unter anderem immer wieder mit einem extrem kurz gespielten Service, der sich von der Kanti-Spielerinnen auf den Boden senkte. Die Schaffhauserinnen vermochten die Volero-Angriffe nicht genügend zu verteidigen, beim Stand von 5:14 nahm Crittin einen Wechsel auf der Passposition vor. «Wir lagen mit 9 Punkten im Rückstand, und Zora Widmer stand in der Rotation amNetz», erklärte sie den Einsatz der acht Zentimeter grösseren Aïda Shouk. Doch auch mit der Nationalspielerin gab Kanti den ersten Satz mit 14:25 ab und verlor auch den zweiten Durchgang gegen den spielstarken Champions-League-Teilnehmer mit 12:25. Im dritten Satz jedoch zahlte sich das Risiko, das Kanti-Spielerinnen mit dem Service eingingen, aus. Mit mehr Druck und weniger Fehlern schafften sie gegen die unkonzentrierter agierenden Zürcherinnen, bei denen nun zeitweilig die zweite Passeuse Mariia Tabunscic eingesetzt wurde, mit 25:22 den Anschluss. Im vierten Satz, die Kanti-Spielerinnen hatten wohl mit dem Satzgewinn gegen den Favoriten den Job gemacht, so Carole Crittin, dominierte wiederum Volero. Zwar zeigten die Schaffhauserinnen neben diversen Fehlern auch viele schöne Angriffe, die die Unterstützung des Publikums fanden, hatten aber gegen Petrovic, Malesevic, Sahzina und vor allem die Schlaghärte von Jelena Alejbeg zu wenig entgegenzusetzen. Der VC Kanti muss sich nun auf die Meisterschaft konzentrieren, in der am kommenden Samstag, um die Chancen auf den fünften Rang in der Qualifikation zu wahren, ein Pflichtsieg gegen den Siebten Düdingen gefordert ist.
SN (von Reinhard Standke)
Foto: Reinhard Standke
